Tag der Biodiversität in Marktheidenfeld

„So um die 60Grad Celsius hatte es in den vergangenen Tagen am Boden“, erzählte Werner Hildel, der die Exkursion im Rahmen des Biodiversitätstages der Kreisgruppe Main-Spessart leitete. Dass auch solch extrem trockene und warme Gebiete eine Vielfalt an Pflanzen aufweisen, dafür sind die Kalkschotterbereiche bekannt. Die Pflanzen entwickeln Überlebensstrategien: Dicke Blätter als Feuchtigkeitsspeicher, lange Wurzeln, die in das lockere Gestein vordringen und für „Nahrung“ sorgen. So hat die Steinweichsel ein extrem hartes Blatt und das Kleine Habichtskraut als Schutz gegen die  Hitze eine dichte Behaarung. Als typisch eiszeitliches Relikt fand man den Feldmannstreu.

 

An über 20 verschiedenen Arten, und das ist nur ein kleiner Teil der in diesem Bereich vorkommenden, erklärte Werner Hildel die Bestimmungskriterien: Stängel, Blätter, Behaarung, Farbe, Blütenbau. Aber auch kleine Geschichten, wie z.B. über das Berufkraut, die Falsche Kamille, die in der Zeit der Hexenverfolgung eine Rolle spielte oder die Zypressenwolfsmilch, deren giftiger Saft den Ködern gegen die Wölfe beigefügt wurde, machten die Exkursion zu einem Erlebnis. 


Kontakt: Bund Naturschutz Main-Spessart
E-Mail: bn-msp@t-online.de
Homepage: www.main-spessart.bund-naturschutz.de

 
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